Behandlung

Die homöopathische Behandlung ist bei chronischen und akuten körperlichen und psychischen Beschwerden bei Personen jeden Alters anwendbar.

Um das individuelle Arzneimittel zu finden, ist eine ausführliche Erstanamnese von ca. 60-120 Minuten notwendig. Folgekonsultationen sind zur Beurteilung des Heilungsverlaufs notwendig und dauern in der Regel ca. 30-60 Minuten. Bitte bringen Sie zur Erstkonsultation ein aktuelles Foto und das möglichst vollständig ausgefüllte Patientenblatt mit. Das Patientenblatt können Sie hier herunterladen oder ich schicke es Ihnen gerne per E-Mail oder Post zu.

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Hausbesuche sind nach Absprache möglich.

Was ist Homöopathie?

Homöopathie ist eine Heilmethode, die auf dem Ähnlichkeitsprinzip basiert: Arzneimittel, welche beim gesunden Menschen bestimmte Beschwerden verursachen können, können in homöopathischer Form ähnliche Beschwerden beim kranken Menschen heilen! Das Heilprinzip der Homöopathie wurde von Samuel Hahnemann vor über 200 Jahren formuliert.

In der Homöopathie wird mit winzigen Dosen von potenzierten Arzneimitteln gearbeitet. Es wird nur ein einziges homöopathisches Arzneimittel auf einmal und so selten wie möglich verabreicht.

Mit Homöopathie kann man akute und chronische Krankheiten, Unfälle, Verletzungen und psychische Beschwerden behandeln. Im Mittelpunkt des Interesses steht der Mensch. Krankheit ist nach der homöopathischen Lehre eine Störung der Lebenskraft, die den ganzen Menschen erfasst. Fieber, Schmerz und weitere Symptome sind die Sprache des Organismus, um die Störung mitzuteilen. Ein Mensch gilt als gesund, wenn seine Empfindungen und Reaktionen in einem harmonischen Gleichgewicht sind, er also fähig ist, auf krankmachende Reize der Umwelt ausgleichend zu reagieren. Das Ziel der homöopathischen Behandlung besteht darin, dieses Gleichgewicht wiederherzustellen. Dazu ermittelt der Homöopath ein Arzneimittel gemäss dem Ähnlichkeitsprinzip, das die Gesamtheit der Symptome des Patienten abdeckt.

Mittlerweile sind in der Homöopathie viele neue Wege beschritten und neue Methoden entwickelt worden. Es ist jedoch ratsam, sich zunächst an den Vorgaben der klassischen Homöopathie zu orientieren. Der Begriff klassische Homöopathie beschreibt die von Hahnemann entwickelte und von ihm und seinen Schülern angewandte Methode. Sie beinhaltet zwingend die Prinzipien: Individuelle Verschreibung von Einzelmitteln nach dem Ähnlichkeitsprinzip in potenzierter Form und kleinstmöglicher Dosis.

Das Heilprinzip der Homöopathie

Die Homöopathie ist ein eigenständiges Heilsystem, das mit Arzneimitteln arbeitet. Sie beruht auf dem Ähnlichkeitsprinzip, den Arzneimittelprüfungen und dem Potenzieren der Heilmittel. Die Homöopathie strebt die grundsätzliche Änderung der individuellen Disposition und damit die Heilung der Patienten in all ihren Aspekten an.

Die Grundprinzipien der Homöopathie wurden zu Beginn des 19. Jh. von Samuel Hahnemann (10.4.1755 – 2.7.1843) formuliert und von ihm in seiner umfangreichen Praxis angewendet und weiterentwickelt. Kern der Homöopathie ist das bereits seit der Antike bekannte Ähnlichkeitsprinzip, welches von Hahnemann aufgegriffen und in eine systematische Form gebracht wurde. Er erkannte, dass ein Arzneimittel  jene Krankheitszustände zu heilen vermag, welche es bei einem gesunden Menschen im Arzneimittelversuch auch hervorrufen kann. Samuel Hahnemann gab diesem Heilprinzip den Namen Homöo-Pathie (griech.: homoios pathos - ähnlich Leiden) und legte dessen Grundsätze im „Organon der Heilkunst“ (1. Auflage 1810) dar. In der Praxis wird für den Patienten ein spezifisches Heilmittel gewählt, welches in einer Arzneimittelprüfung bei Gesunden ein ähnliches Symptomenbild und einen ähnlichen Krankheitsprozess erzeugte.

SIMILIA SIMILIBUS CURENTUR (Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt)

In seinem Bestreben, effiziente Heilmittel ohne Nebenwirkungen zu verwenden, entdeckte Hahnemann, dass die Heilkraft des gewählten Mittels zunimmt, wenn dieses in mehreren Stufen verdünnt und geschüttelt wird. Die Technik des Verdünnens und Schüttelns nannte er „Potenzieren“. Ein homöopathisch potenziertes Mittel wirkt auf die Lebenskraft, welche Körper, Emotionen und Geist des Patienten im Gleichgewicht hält. Dazu steht der Homöopathie ein wachsender Arzneischatz von mehreren tausend Mitteln zur Verfügung.

Wie verläuft eine homöopathische Behandlung?

Die Behandlung einer chronischen Krankheit beginnt mit einem ausführlichen Gespräch (Anamnese ca. 90-120 Minuten) über die aktuellen Beschwerden, aber auch über Krankheitsvorgeschichte, Psyche, Begleitsymptome und Reaktionen des Patienten auf Nahrung und Umwelteinflüsse. Es ist von grosser Wichtigkeit, den Patienten in seiner Besonderheit zu erkennen. Deshalb werden auch die Eigenheiten, die den Menschen individuell prägen, angesprochen. Nach einer eingehenden Analyse wird das homöopathische Arzneimittel gewählt, das am besten zu den herausragenden Symptomen und Eigenschaften des Patienten passt.

Je nach Beschwerden werden dann in kürzeren oder längeren Zeitabständen Kontrolltermine ausgemacht. Es ist wichtig, die Veränderungen in der Zeit nach der Arzneimitteleinnahme bis zur nächsten Konsultation gut zu beobachten, um sie dann Ihrem Homöopathen beschreiben zu können. In der Zwischenzeit dürfen und sollen Sie sich bei Unsicherheiten immer melden. Ihr Homöopath, ist froh, wenn Sie dies tun.

Bei der Behandlung einer akuten Krankheit verläuft die Befragung nicht so ausführlich. Trotzdem wird das Arzneimittel nach dem Ähnlichkeitsgesetz und nach den individuellen Symptomen verschrieben. Es macht zum Beispiel einen Unterschied, ob der Halsschmerz links oder rechts auftritt, ob er sich um 16 Uhr oder um 24 Uhr oder bei Kälte oder bei Wärme verschlimmert.

Was geschieht nach der Einnahme eines homöopathischen Mittels?

Wenn das Mittel gut gewählt ist, werden Sie sich wahrscheinlich nach der Einnahme nach und nach besser fühlen. Das allgemeine Wohlbefinden wird gesteigert, die Symptome verschwinden eins nach dem anderen. Je nach Beschwerde kann dies über eine kürzere oder längere Zeitspanne geschehen. Eine Heilung verläuft wie folgt:

  • Von innen nach aussen und von wichtigen zu weniger wichtigen Organen. Ein Herzleiden wird demnach vor einer gleichzeitig bestehenden Hautkrankheit verschwinden.
  • Von oben nach unten. So wird bei Schmerzen an mehreren Gelenken zuerst der Nacken besser, dann die Hüfte und erst dann das Knie.
  • In umgekehrter chronologischen Reihenfolge: Die Symptome, die zuletzt aufgetreten sind, verschwinden als erste. Ausserdem können Symptome alter Krankheiten nochmals kurz auftreten, um dann wieder zu verschwinden.

In diesem Prozess kann es auch zur sogenannten Erstverschlimmerung (Verstärkung bereits bestehender Symptome) kommen. Diese ist ein Signal, dass der Organismus den "Input" verstanden hat und der Heilungsprozess eingesetzt hat. Meist verschwinden diese Symptome so schnell, wie sie gekommen sind. Es ist aber wichtig, dass Sie Ihren Homöopathen kontaktieren, falls Sie damit nicht zurecht kommen oder nicht sicher sind, ob es sich um eine Erstverschlimmerung oder aber um eine Nebenwirkung handelt.